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Guten Morgen, habe in einem Blog "Wasserdessinfekton mit Ozon" (https://www.tank-o3.nl/de) gesehen. Das finde ich eine tolle Idee, wenn man sich das Reinigen und Dessinfizieren der Wasserversorgung im Pepper sparen könnte. Hat schon jemand Erfahrung mit dieser Methode oder das System vielleicht schon eingebaut? Danke für Eure Antworten. VG Bernhard Guten Morgen, habe in einem Blog "Wasserdessinfekton mit Ozon" (https://www.tank-o3.nl/de) gesehen. Das finde ich eine tolle Idee, wenn man sich das Reinigen und Dessinfizieren der Wasserversorgung im Pepper sparen könnte. Hat schon jemand Erfahrung mit dieser Methode oder das System vielleicht schon eingebaut? Danke für Eure Antworten. VG Bernhard Ich sehe das kritisch... Nur meine Meinung: Ich sehe das kritisch... Nur meine Meinung: Moin Bernhard, lies vielleicht mal nicht nur die Propaganda des Verkäufers .... Ozon killt zwar Legionellen & Co. sehr gut, bildet aber mit diversen, im Wasser gelösten Metallen und org. Stoffen, Verbindungen, die als krebserregend gelten. Auch auf Dichtungen, Kunststoffe ... wirkt das Ozon nachteilig. Unterscheiden muss man außerdem zwischen Stoßanwendung, in dem das getanktes Wasser einmalig mit Ozon versetzt oder ein verkeimtes System mit hoher Dosis desinfiziert wird, wobei in beiden Fällen das Ozon nur kurz wirkt und sich dann umwandelt, verflüchtigt bzw. das System anschließend gespült wird, und dieser Lösung, bei der dauerhaft Ozon eingeleitet wird und sich die o.g., unerwünschten Substanzen über die Zeit und das ständig nachgelieferte Ozon konzentrieren können. Jetzt kann man natürlich mit einer gewissen Berechtigung sagen, die paar Liter, die ich von dem Wasser zu mir nehme, machen den Kohl nicht fett, aber wer 400 Euro für das System hinblättert, das auch noch ständig Strom braucht, dürfte dann auch einen besonders hohen Qualitätsanspruch ans Wasser haben und wohl nicht nur ein paar Wochen p.a. mit/von getanktem Wasser leben. Mit 60 Grad Wassertemperatur bekommt man die Legionellen auch aus dem Duschkopf, und wer für Trinken/Kochen meint, ganz sicher gehen zu müssen, ist m.E. mit einer UV-Anlage besser bedient, weil die Mikroorganismen ohne Zusätze killt, bräuchte dann um konsistent zu handeln, aber für die gelösten Stoffe auch noch entsprechende (Osmose) Filter. Ich halte sowas - alleine aus Gewichts-, Platz- und Energiebedarfsgründen - aber eher für einen Ansatz in einem Weltreisemobil, während in den Gegenden, in denen man mit dem Pepper normalerweise unterwegs ist, man gut an Trinkwasser für den Tank kommt. Bei uns ist im Tank i.d.R. nach zwei Tagen ohnehin nicht mehr allzu viel drin, weil wir Toilette, Duschen und Abwasch fast ausschließlich im Pepper erledigen und wenn's wirklich warm ist, lässt man das Restwasser gerade mal ab, spült ggf. kurz durch, bevor man frisch füllt. Stilles Wasser in Flaschen haben wir dazu auch immer an Bord, in Meeresnähe hinterlässt selbst Trinkwasser manchmal ein eher unerwünschtes "Geschmäckle" im Kaffe oder der Pasta.. Langer Rede kurzer Sinn: ich würde die Finger davon lassen und die Kohle lieber in Diesel, Restaurants und Besichtigungen stecken ... Tom Moin Bernhard, lies vielleicht mal nicht nur die Propaganda des Verkäufers .... Ozon killt zwar Legionellen & Co. sehr gut, bildet aber mit diversen, im Wasser gelösten Metallen und org. Stoffen, Verbindungen, die als krebserregend gelten. Auch auf Dichtungen, Kunststoffe ... wirkt das Ozon nachteilig. Unterscheiden muss man außerdem zwischen Stoßanwendung, in dem das getanktes Wasser einmalig mit Ozon versetzt oder ein verkeimtes System mit hoher Dosis desinfiziert wird, wobei in beiden Fällen das Ozon nur kurz wirkt und sich dann umwandelt, verflüchtigt bzw. das System anschließend gespült wird, und dieser Lösung, bei der dauerhaft Ozon eingeleitet wird und sich die o.g., unerwünschten Substanzen über die Zeit und das ständig nachgelieferte Ozon konzentrieren können. Jetzt kann man natürlich mit einer gewissen Berechtigung sagen, die paar Liter, die ich von dem Wasser zu mir nehme, machen den Kohl nicht fett, aber wer 400 Euro für das System hinblättert, das auch noch ständig Strom braucht, dürfte dann auch einen besonders hohen Qualitätsanspruch ans Wasser haben und wohl nicht nur ein paar Wochen p.a. mit/von getanktem Wasser leben. Mit 60 Grad Wassertemperatur bekommt man die Legionellen auch aus dem Duschkopf, und wer für Trinken/Kochen meint, ganz sicher gehen zu müssen, ist m.E. mit einer UV-Anlage besser bedient, weil die Mikroorganismen ohne Zusätze killt, bräuchte dann um konsistent zu handeln, aber für die gelösten Stoffe auch noch entsprechende (Osmose) Filter. Ich halte sowas - alleine aus Gewichts-, Platz- und Energiebedarfsgründen - aber eher für einen Ansatz in einem Weltreisemobil, während in den Gegenden, in denen man mit dem Pepper normalerweise unterwegs ist, man gut an Trinkwasser für den Tank kommt. Bei uns ist im Tank i.d.R. nach zwei Tagen ohnehin nicht mehr allzu viel drin, weil wir Toilette, Duschen und Abwasch fast ausschließlich im Pepper erledigen und wenn's wirklich warm ist, lässt man das Restwasser gerade mal ab, spült ggf. kurz durch, bevor man frisch füllt. Stilles Wasser in Flaschen haben wir dazu auch immer an Bord, in Meeresnähe hinterlässt selbst Trinkwasser manchmal ein eher unerwünschtes "Geschmäckle" im Kaffe oder der Pasta.. Langer Rede kurzer Sinn: ich würde die Finger davon lassen und die Kohle lieber in Diesel, Restaurants und Besichtigungen stecken ... Tom Wie zuvor schon von "RaGu" erwähnt, ist eine sichere "Ozonierung" nicht so einfach, wie es die Firma darstellt und verkaufen will; zudem ist deren Aussage falsch (Zitat) " ...Da Ozon ein extrem starkes, geruchs- und geschmacksneutrales, und durch die minimale Produktion ein nicht gefährliches Oxidationsmittel". Firmen, die falsche oder missverständliche Aussagen in ihrer Werbung machen, sind für mich unseriös und ein No-Go. Ozon gilt allgemein als sehr giftig und organschädigend - und hat (bereits in geringster Konzentration) einen typischen Geruch (siehe alte "Höhensonne" oder elektrischer Lichtbogen). Es entsteht auch im Sonnenlicht bei hoher UV-Strahlung ... und ohne es zu riechen, kann es (besonders bei empfindlichen Personen) schon zu Reizungen (auch Astma) führen. Zudem müssen für Ozonanlagen hohe Anforderungen erfüllt werden, damit sie gefahrlos betrieben werden können ... nur eine Stromüberwachung und angeblich geringe Produktionsmengen sind keine ausreichenden Schutzmaßnahmen. Und man bedenke: Wäre die Ozonhandhabung so einfach und so billig, wie es diese Firma darstellt, würden z.B. Schwimmbadbetreiber sofort umsteigen. Wie zuvor schon von "RaGu" erwähnt, ist eine sichere "Ozonierung" nicht so einfach, wie es die Firma darstellt und verkaufen will; zudem ist deren Aussage falsch (Zitat) " ...Da Ozon ein extrem starkes, geruchs- und geschmacksneutrales, und durch die minimale Produktion ein nicht gefährliches Oxidationsmittel". Firmen, die falsche oder missverständliche Aussagen in ihrer Werbung machen, sind für mich unseriös und ein No-Go. Ozon gilt allgemein als sehr giftig und organschädigend - und hat (bereits in geringster Konzentration) einen typischen Geruch (siehe alte "Höhensonne" oder elektrischer Lichtbogen). Es entsteht auch im Sonnenlicht bei hoher UV-Strahlung ... und ohne es zu riechen, kann es (besonders bei empfindlichen Personen) schon zu Reizungen (auch Astma) führen. Zudem müssen für Ozonanlagen hohe Anforderungen erfüllt werden, damit sie gefahrlos betrieben werden können ... nur eine Stromüberwachung und angeblich geringe Produktionsmengen sind keine ausreichenden Schutzmaßnahmen. Und man bedenke: Wäre die Ozonhandhabung so einfach und so billig, wie es diese Firma darstellt, würden z.B. Schwimmbadbetreiber sofort umsteigen. Vielen Dank für die fundierten Antworten. Ich werde mir das nicht einbauen. Ihr habt schon Recht, man ist geblendet von der Propaganda, die ja sehr vielversprechend klingt und wenn man sich das alljährliche Reinigen und Dessinfizieren sparen könnte wäre das super. Aber mit den von Euch genannten Nachteilen, will ich das nicht haben und bleibe bei der alten Methode. Vielen Dank! Das ist das schöne am Forum, dass man Fragen kann und fundierte Antworten erhält. VG Bernhard Vielen Dank für die fundierten Antworten. Ich werde mir das nicht einbauen. Ihr habt schon Recht, man ist geblendet von der Propaganda, die ja sehr vielversprechend klingt und wenn man sich das alljährliche Reinigen und Dessinfizieren sparen könnte wäre das super. Aber mit den von Euch genannten Nachteilen, will ich das nicht haben und bleibe bei der alten Methode. Vielen Dank! Das ist das schöne am Forum, dass man Fragen kann und fundierte Antworten erhält. VG BernhardWasserdessinfekton mit Ozon
Ozon wird nicht einen ev. vorhandenen Biofilm im Tank und vor allem in den Leitungen (wo es nicht hinkommt) lösen.
Das System bedarf regelmässiger Wartung.
Ozon ist extrem oxidativ und greift viele Materialien an.
Dazu gehören bestimmte Kunststoffe, Gummi und Dichtungen. In Wasseraufbereitungsanlagen werden deshalb nur ozonfeste Materialien verwendet (z. B. PTFE, PVDF, Edelstahl). In Wohnmobil-Wassersystemen sind dagegen häufig EPDM oder NBR-Dichtungen und einfache PVC-Schläuche verbaut.
Zur Montage muss ich den Tank anbohren.
Alle 2 Wochen muss das System überprüft und mit destilliertem Wasser nachgefüllt werden (lt. Homepage).
Der Wassertank benötigt eine Belüftung.
Das Steuergerät benötigt Strom (12V).
Das Gerät sollte nicht dauerhaft laufen.
Der Preis ist "happig".
Ozon wird nicht einen ev. vorhandenen Biofilm im Tank und vor allem in den Leitungen (wo es nicht hinkommt) lösen.
Das System bedarf regelmässiger Wartung.
Ozon ist extrem oxidativ und greift viele Materialien an.
Dazu gehören bestimmte Kunststoffe, Gummi und Dichtungen. In Wasseraufbereitungsanlagen werden deshalb nur ozonfeste Materialien verwendet (z. B. PTFE, PVDF, Edelstahl). In Wohnmobil-Wassersystemen sind dagegen häufig EPDM oder NBR-Dichtungen und einfache PVC-Schläuche verbaut.
Zur Montage muss ich den Tank anbohren.
Alle 2 Wochen muss das System überprüft und mit destilliertem Wasser nachgefüllt werden (lt. Homepage).
Der Wassertank benötigt eine Belüftung.
Das Steuergerät benötigt Strom (12V).
Das Gerät sollte nicht dauerhaft laufen.
Der Preis ist "happig".

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