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Pepper als Notstromaggregat

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Hallo,

nachdem wir hier zu Hause vor kurzem einen längeren Stromausfall hatten wird einem bewusst, ohne Strom geht nichts.

Heizung, Kochen, Kommunikation, Radio usw.

Der Gedanke uns einen Stromerzeuger zu zulegen schwirrt mir schon lange im Kopf herum, habe ich aber aus folgenden Gründen bisher nicht verwirklicht:

  • Soll ich einen Generator im Keller vorhalten den man eigentlich wahrscheinlich nie braucht?
  • Soll ich Benzin im Keller lagern ?(ist meines Wissens nach auch auf 20l beschränkt und Benzin hält auch nicht ewig)
  • Und springt das Ding dann auch an wenn man es braucht? ( Man müsste das Teil dann auch regelmäßig warten und testen)

 

Nun zum Thema:

Die Idee jetzt ist bei einem Stromausfall das Womo als Stromquelle zu nutzen.

In unserem Pepper habe ich eine 280er Bulltron, einen Ective SI 20 Wechselrichter und den Schaudt WA121525 Ladebooster verbaut.

Der Pepper steht bei mir am Haus und es kann leicht ein Kabel ins Haus gelegt werden.

Motor anwerfen und im Standgas laufen lassen um die Bulltron zu laden.

Die Überlegung ist statt einen Stromerzeuger anzuschaffen lieber den Pepper durch einen stärkeren oder zweiten Ladebooster aufzurüsten.

Dann würde er auch bei der Fahrt die Bulltron schneller laden.

Jetzt frage ich mal sie Leute die sich mir der Bordelektrik und Technik des Peppers auskennen:

  • Kann man den Peugeot über längere Zeit im Standgas laufen lassen?
  • Arbeitet der Ladebooster auch bei der niedrigen Drehzahl?
  • Macht das die Lichtmaschine auch über längere Zeit mit?
  • Ist es möglich einen zweiten oder einen stärkeren Ladebooster nachzurüsten?

Mir ist klar das die Bulltron und der Wechselrichter nicht die Leistung eines Generators ersetzen kann, aber die Grundversorgung, Heizung und Licht sollte doch funktionieren, oder?

Bin mal auf die Diskussion gespannt☺

Gruß

Willi

Mosser Hannes hat auf diesen Beitrag reagiert.
Mosser Hannes
Pepper MEG 2020 auf Peugeot 2.2 Blue HDI 121 kW/165 PS. Kz: KT, Bulltron 280Ah, 2X11kg Travelmate Gastankflaschen

Hallo Willi,

theoretisch ist natürlich alles möglich... .

Der liebe Pepper, egal ob Peugeot oder auch andere Basisfahrzeuge der Generation mit Abgasrückführung und Partikelfilter, mag es nicht im Standgas länger zu laufen. Das komplette Abgassystem incl. Motor verrussen und verkoken, und das Echo wäre sehr kostenintensiv.

Auf die Energiebilanz gehe ich nicht ein, da hier ja der Notfall angesprochen wird.

Grüße aus der Wetterau v. Markus H.

Weinsberg CaraCompact 600 MEG Pepper 01/2019 Peugeot Boxer 2,0 ltr. 163 PS – Euro 6. Meine Grundeinstellung --> Das Gute findet immer einen Weg.

Hallo Willi,

schwieriges Thema...ich glaube aber bei einem längeren Stromausfall haben wir Womo Fahrer einen Vorteil- das Wohnmobil selbst. Kann man mit Gas kochen, heizen usw.

Meinem Motor würde ich das nicht antun, denn ausser der Umwelt (na ja) schädigt man den Motor und andere Teile auch selbst. Ganz abgesehen ob das so funktioniert mit zweitem Booster und so. Auf Dauer wäre mir das zu riskant.

Hab selbst nen Generator für 300 Euro mit 2 kw Dauerleistung und vor jahren bei Stromausfall damit schon mal den Fernseher laufen lassen. Aber Du hast recht, der steht eigentlich nur rum und bei längerer Nichtbenutzung?...

Richtig kritisch, falls der Strom mal für mehrere Tage ausfällt, wäre eigentlich im Winter bei strengem Frost und Heizungsausfall ein Einfrieren selbiger. In meinem Fall (Gastherme) könnte ich die Heizung an Stromaggregat (Falls es anspringt) über Stecker laufen lassen oder auch über Wechselrichter. Die brauch wohl nur 100watt. Anders wäre es schon mit der Umwälzpumpe für die Fussbodenheizung.

Für Licht hilft wohl am besten ne taschenlampe, keiner wird wohl da irgendwas am Verteilerkasten umklemmen wollen. Na ja, und Solar mit Speicher hat auch nicht jeder und bringt im Winter auch nicht viel Kw´s. Da brauchte es schon ne richtig große Anlage.

Ich glaub so richtig helfen konnte ich Dir jetzt auch nicht. Kann man nur hoffen das der Strom nicht für Tage ausfällt.

Grüße von Benno

Baujahr 2021 auf Fiat, 140 PS, Klima, 22o Watt Solar über Votronic Laderegler MPP 250, Schaudt Booster Wa 121525, EBL 252

Soweit mir bekannt, liefert die Aufbauschnittstelle maximale 40 oder 50 A, also rund 0,5 kW. 2 kW Diesel Generatoren gibt's ab 400 Euro. Billiger ist 2. Booster mit der zusätzlichen Verkabelung auch nicht und wenn der Pepper voll ist, hast Du nutzbaren Diesel, mit dem Du den Generator länger betreiben kannst, als die Zivilisation überlebt, wenn es zu einem Zusammenbruch des Europäischen Verbundnetzes käme, was lt. Expertenmeinung nach verdammt kurzen 48 - 72 h droht, weil es nach dieser Zeit zu irreparablen Folgeschäden an der lebenswichtigen Infrastruktur gekommen sein soll.

Sinnvoll wäre es dann aber auch, den Pepper immer mit vollem Wassertank stehen zu haben, denn das kommt nach Strom Ausfall auch ganz bald nicht mehr aus der Leitung, wenn man keinen eigenen großen Speicher z.B. im Dach hat, aus dem das Wasser auch ohne Strom fließen kann.

Jedes Notstromaggregat muss natürlich auch in Intervallen in Betrieb genommen werden, wenns im Notfall funktionieren soll und idealerweise kippt man den Treibstoffvorrrat regelmäßig in sein mit dem selben Zeug betriebenes Fahrzeug und frischt den Vorrat auf. Hat den Vorteil: man hält mit Vorrat und Fahrzeugtank länger aus, oder kommt weiter weg ...

Und innerhalb des Hauses kommst Du ohne Eingriffe in die Elektrik nicht klar: Die Heizung ist komplett über einen Notstromschalter fest verdrahtet. Die gilt es also an den Einspeisepunkt anzuschließen, wie einige Steckdosen für Tiefkühler, Mikrowelle, Ladegeräte ....

Wer eine Wärmepumpe hat, hat natürlich die A-Karte gezogen, die funktioniert wenn es so kalt ist, dass das Haus einfrieren kann ohnehin nur als Tauchsieder (zumindest Luft-WP) und dann kommst Du mit 2 KW bei 6-12 KW Heizleistung für ein EFH nicht weit. Wohl der einen Kachelofen dazu sein eigen nennt, wie das in den nordischen WP-Vorzeigeländern trotz AKW's und Billigstrom gang und gäbe ist

Lange Rede kurzer Sinn: WoMo als Notstromaggregat ist m. E. kein sehr praxistauglicher Ansatz, auch wenn einem die Netzstabilität hochgradigen Anlass zur Sorge gibt.

Happy Prepping, Tom

PS Die Info Broschüre des Katastrophenschutz ist gar nicht so schlecht!

 

 

 

Allgäupepper, Lutz meier und 2 andere Benutzer haben auf diesen Beitrag reagiert.
AllgäupepperLutz meierWilli WeinsbergFlocke666
CaraCompact MB 640 MEG, BJ 2023, 170 PS Mercedes - Umbauten: Duo Control, 2x11kg LPG Travelmate, SOG, Oyster Connect, 300 Ah Saftkiste, Victron Phönix 230V/50 A Charger, Dometic FJX7 2200, 2000 W Solartronic Wechselrichter, Oryx Hörner, Night Breaker und 1700 lm Rückfahrleuchten

Wenn du, wie auch immer (Generator, Wechselrichter Womo) ins Hausnetz einspeisen willst, brauchst du dazu auch die technische Möglichkeit, einen Einspeisepunkt.
Wie soll der Strom zur Heizung und z.B. Licht kommen, mit Verlängerungskabel? Was schließe ich wie daran an?
Also entweder einen manuellen Netzumschalter (0-1-2) installieren lassen (ca. 250–400 € + Installation) plus Notstromsteckdose (CEE blau 230 V oder CEE rot 400 V je nach Generator) und Heizung + ausgewählte Stromkreise aufs “Notstromfeld” legen (lassen).
Oder ein automatisches System (ATS =Automatic Transfer Switch), das die Umschaltung automatisch macht (Stichwort Rückeinspeisung, wenn der Strom wieder kommt). Dessen Kosten, besonders die Installation, liegt gut im 4-stelligen Bereich.

Knaus 650 MEG "Vansation", Ducato 7, 2021, 160PS, Automatik

Moin Willi,

"schwieriges Thema" wurde ja bereits erwähnt,

und von Tom angesprochen: Wie willst Du denn in Deinem Haus den "Notstrom" verwenden? Einspeisen in das vorhandene Stromnetz ist nicht ohne (sehr) großen Aufwand möglich .... ansonsten wird's schnell gefährlich, als Sachverständiger weiß ich, wovon ich spreche. Beispielsweise ist es selten möglich, die Heizung mal schnell an das Notstromaggregat anzuschließen - und noch schwieriger wird's mit Einspeisung per Wohnmobil. Die Idee ist ja naheliegend, aber allein wegen bereits gesagtem Problem mit dem KFZ-Motor nicht sinnvoll

Ich selber habe im Carport einen Generator (2KW) stehen, den ich mittels vorsschriftsmäßigem "Umschalter" ans Hausnetz einspeisen kann. Bei solchen Aktion ist auch zu beachten, ob der Generator "Drehstrom" liefern kann (es geht auch mit 1Phase, aber .....). Benötigt habe ich diesen bisher erst einmal in 11Jahren. Aber es ist sicherlich unbestreitbar, dass angesichts dem Zeitwandel mit  "grünem Strom" oder aktueller Politik die Wahrscheinlichkeit für Stromausfall gestiegen ist.

 

Lucadimaier hat auf diesen Beitrag reagiert.
Lucadimaier
Gruß Helge - PEPPER MG600 130PS BJ.03/2017 Peugeot, LiYFePO4(160Ah), Solar200W, AHK, Ersatzrad, hyd.Hubstützen, Fahrradträger, Luftfederg.hi, Auflastg. 3,85To
Zitat von Polyglott am 12. Dezember 2025, 9:32 Uhr

Die Heizung ist komplett über einen Notstromschalter fest verdrahtet.

Du meinst sicherlich einen "Heizungsnotschalter" ... allerdings ist der nicht immer vorhanden, weil selten vorgeschrieben.

Polyglott hat auf diesen Beitrag reagiert.
Polyglott
Gruß Helge - PEPPER MG600 130PS BJ.03/2017 Peugeot, LiYFePO4(160Ah), Solar200W, AHK, Ersatzrad, hyd.Hubstützen, Fahrradträger, Luftfederg.hi, Auflastg. 3,85To
Zitat von proff56 am 12. Dezember 2025, 9:54 Uhr

 

Aber es ist sicherlich unbestreitbar, dass angesichts dem Zeitwandel mit  "grünem Strom" oder aktueller Politik die Wahrscheinlichkeit für Stromausfall gestiegen ist.

Das sehe ich anders.
Die Daten der Netzbetreiber zeigen seit Jahren, dass die durchschnittlichen Stromausfälle nicht zunehmen – eher im Gegenteil. Deutschland hat nach wie vor eines der stabilsten Stromnetze weltweit.
‘Grüner Strom’ sorgt zwar für mehr Regelarbeit, aber nicht für mehr Ausfälle. Technik, Speicher und Netzmanagement sind darauf ausgelegt.
Gefühlte Unsicherheit ist etwas anderes als reale Zahlen.“
Erneuerbare Energien sind keine Gefahr, sondern erhöhen langfristig sogar die Resilienz (dezentrale Erzeugung statt zentrale Großkraftwerke).
Nein, die Wahrscheinlichkeit für Stromausfälle ist nicht gestiegen.

Im Gegenteil: Die zuverlässigste Kennzahl dafür ist der SAIDI-Index = durchschnittliche Ausfallzeit pro Kunde/Jahr.

2006: ~21 Minuten
2010: ~15 Minuten
2020: ~11–12 Minuten
2022: ~12 Minuten
2023: ~13 Minuten

Ein deutscher, großflächiger Blackout ist extrem unwahrscheinlich.

Chill-Pepper hat auf diesen Beitrag reagiert.
Chill-Pepper
Knaus 650 MEG "Vansation", Ducato 7, 2021, 160PS, Automatik
Zitat von RaGu am 12. Dezember 2025, 9:51 Uhr

Also entweder einen manuellen Netzumschalter (0-1-2) installieren lassen (ca. 250–400 € + Installation) plus Notstromsteckdose (CEE blau 230 V oder CEE rot 400 V je nach Generator) und Heizung + ausgewählte Stromkreise aufs “Notstromfeld” legen (lassen).

Ich kenne nur Netzumschalter mit "1-0-2" Stellung.

Notstromeinspeisung ist i.d.R. nur mit fester Einspeisung erlaubt.

i.d.Regel sind Haushalte dreiphasig verdrahtet (Drehstrom) und daher kann ein einphasiges Aggregat nicht ohne Vorsichtsmaßmaßnahmen bzw. Umverdrahtungen einfach auf alle drei Phasen verteilt werden. Zudem ist die Einhaltung der Netzform (betr. Erdung, Neutralleiter) lebenswichtig - das ist bei einem mobilen Generator ohne zusätzliche Maßnahmen nicht gegeben. Ein Wechselrichter im Wohnmobil zählt als "mobil" und hat trotz korrekter Verdrahtung innerhalb des Wohnmobils nicht automatisch auch die Vorraussetzungen für einen Anschluß an das Stromnetz im Haus (mit Umschalt-er/ung)

Gruß Helge - PEPPER MG600 130PS BJ.03/2017 Peugeot, LiYFePO4(160Ah), Solar200W, AHK, Ersatzrad, hyd.Hubstützen, Fahrradträger, Luftfederg.hi, Auflastg. 3,85To
Zitat von RaGu am 12. Dezember 2025, 10:03 Uhr
Zitat von proff56 am 12. Dezember 2025, 9:54 Uhr

 

Aber es ist sicherlich unbestreitbar, dass angesichts dem Zeitwandel mit  "grünem Strom" oder aktueller Politik die Wahrscheinlichkeit für Stromausfall gestiegen ist.

Das sehe ich anders.

Ein deutscher, großflächiger Blackout ist extrem unwahrscheinlich.

Hallo Ragu,

Ich sprach nicht von großflächig oder von der Wahrscheinlichkeit oder von der Ängstlichkeit und widerspreche keinesfalls der Meinung "Erneuerbare Energien sind keine Gefahr" . Wie aber von Dir erwähnt, es sind heutzutage dafür wesesentlich mehr Regelungen, Aufwand etc nötig, um problematische Netzstörungen zu verhindern. Jedoch haben "wir" betreffend Regelung etc (Speicher, Netzleitungsverbindungen, Trafostationen u.v.m) noch akuten Handlungsbedarf, um die uns selbstverständliche Ausfallsicherheit garantieren zu können.

Wer als Fachmann die Möglichkeit hat, "hinter die Kulisse"von EVUs zu blicken, der darf oder kann feststellen, mit welcher neuen Problematik die Energieversorger aufgrund des "grünen Stroms " zu kämpfen haben. Diese Tatsache darf aber auch nicht zur Panikmache führen oder mißverstanden werden.

Dass die zusätzlich notwendigen Maßnahmen Stromausfälle verhindern können, ist unbestritten, aber auch eine Notwendigkeit, die erst mit "Grünem Strom" aufwändiger geworden ist. Unbestreitbar ist aber auch: Je mehr Regelungen nötig sind, um ein System stabil zu halten, desto größer sind auch die Störmöglichkeiten bzw. Anfälligkeiten, die zu einem Ausfall führen können .... das gilt übrigens auch für andere "Systeme".

Aber ... ich glaube diese Diskussion ist in diesem Thread etwas OT. *zwinker*'

RaGu und Polyglott haben auf diesen Beitrag reagiert.
RaGuPolyglott
Gruß Helge - PEPPER MG600 130PS BJ.03/2017 Peugeot, LiYFePO4(160Ah), Solar200W, AHK, Ersatzrad, hyd.Hubstützen, Fahrradträger, Luftfederg.hi, Auflastg. 3,85To
Seite 1 von 3Nächste